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Archäologie

Archéologie
Ein Tauchgang mehrere Meter unterhalb der Stadt.

Die Archäologen haben sich um einen alten privaten Stall versammelt, dessen Fundamente aus dem Jahr 1868 stammen, also mitten in der Ära, als Kaiser Napoleon III. regierte.

Diese Mauern, in denen einst Pferde untergebracht waren, werden ein neues Leben beginnen, denn unser Projekt besteht darin, diesen Ort in einen Raum zu verwandeln, der der Kunst und dem Handwerk gewidmet ist.

Bevor diese Transformation Gestalt annimmt, gibt es eine andere Geschichte, die unter unseren Füßen begraben liegt und unsere ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Präventive Archäologie ist unerlässlich, um das Erbe dieses Ortes zu verstehen und zu bewahren. Die Geschichte holt sich ihr Recht zurück!

Die Aufgabe der Archäologen besteht darin, anhand der Überreste der Siedlung in die Vergangenheit zurückzureisen, indem sie den winzigen Bruchteil der von den bescheidenen Bevölkerungen hinterlassenen Spuren untersuchen: die wahre „Wissenschaft vom Alltag“.



Archéologie silex
„Mit den Fingerknöcheln bearbeiteter, gezackter Feuerstein“

Weit entfernt von den Klischees der Schatzsuche sind Archäologen die bescheidenen Entzifferer der Alltagsgeschichte, jener Art von Geschichte, die nicht dazu bestimmt war, bewahrt zu werden.

Eine faszinierende Suche, die durch moderne Grundlagen eingeschränkt ist, aber ein Erbe von ungeahntem Reichtum offenbart, das manchmal sogar mit der Geschichte der Kunst verbunden ist.

Die Herausforderung der Tiefe: in einer urbanen Umgebung in die Vergangenheit reisen. In Chartres, wie in vielen antiken Städten, ist die Archäologie ein wahrer Hindernisparcours.

Das Team für präventive Archäologie taucht mehrere Meter unter das Niveau der modernen Stadt und kämpft dabei gegen eine große Herausforderung: die städtische Höhe.
Archéologie céramique
„Ein tausendfüßiges Gewirr von Dämmen…“

Durch jahrhundertelanges Aufschütten von Füllmaterial, Sand und Lehm sowie durch Abrissarbeiten wurde das Bodenniveau im Vergleich zur gallo-römischen Zeit um fast zwei Meter angehoben.

Keramik, der stille Zeitmesser des Alltags.

Für Archäologen offenbart sich die wahre Wissenschaft des Alltagslebens im Studium einfacher Bevölkerungsgruppen und ihrer Gebrauchsgegenstände.

Bei dieser Suche erweist sich die Keramik als der beredteste Zeuge: der „Chronometer des Alltags“.

Die rasante Entwicklung von Formen, Verwendungszwecken und Brenntechniken ermöglicht die präzise Datierung archäologischer Schichten. Die Farbe des Tons – oxidierend rot oder reduziert dunkel – dient als zeitliche Signatur. Ein einzelnes Fragment kann somit auf die Blütezeit der gallo-römischen Kultur verweisen.

Archéologie mosaïque
Das Auftreten des Außergewöhnlichen in Chartres: eine Brücke zur Kunstgeschichte.

Das Gewöhnliche ist die Regel, doch Ausnahmen sind möglich. Die Entdeckung von Mosaik- und Wandmalereifragmenten war kürzlich ein bedeutendes Ereignis.

Diese Überreste zeugen von einer raffinierten gallo-römischen Wanddekoration, die mit Motiven wie Kandelabern oder Nachbildungen von Steinblöcken verziert war.

Ihr Erhaltungszustand ist bemerkenswert: Der Einsturz der Mauer schützte diese Fragmente fast zwei Jahrtausende lang und lieferte so ein direktes Zeugnis für die Ästhetik und dekorative Raffinesse jener Zeit.



Anmerkung des Experten: Die Arbeit von Archäologen ist oft durch technische und sicherheitstechnische Beschränkungen begrenzt. Ausgrabungen reichen in der Regel nicht tiefer als die für die Fundamente des zukünftigen Bauvorhabens geplante Tiefe. Trotz dieser Einschränkung bleibt ihre Hauptaufgabe, diese wertvollen Spuren zu bewahren, bevor sie für immer verloren gehen.



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